Energieausweise für Nichtwohngebäude

Energieausweise sind mittlerweile aus dem Berufsalltag des Schornsteinfegers / Energieberaters nicht mehr wegzudenken. Probleme treten meistens nur auf, wenn es sich um ein Nichtwohngebäude handelt, da den meisten Energieberatern hierfür die Ausstellungsberechtigung fehlt.

Die GBFS mbH bietet Innungsmitgliedern (Betriebsinhaber) des Landesinnungsverbandes für das Schornsteinfegerhandwerk Niedersachsen die Möglichkeit über den internen Bereich Energieausweise für Nichtwohngebäude erstellen zu lassen. Über ein Formular können diese schnell und unkompliziert bestellt werden.

 

Informationen zum Energieausweis

 

Energieeinsparung und Energieeffizienz sind die Schlüssel zu Kosteneinsparungen und zum Klimaschutz. Viele Heizungsanlagen lassen sich optimieren und damit energiesparender betreiben. In Unternehmen können schon kleine Investitionen erhebliche Einsparungen bewirken. Durch Förderprogramme rechnen sich die Investitionen teils schon in wenigen Jahren.

Der Energieausweis ist ein Dokument, welches Daten zur Energieeffizienz und zu den anfallenden Energiekosten eines Gebäudes liefern soll. So soll er einen Vergleich zwischen Immobilien ermöglichen, den Miet- oder Kaufinteressenten in ihre Miet- oder Kaufentscheidung einfließen lassen können. Seit 2009 ist der Energieausweis bei allen Wohngebäuden in Deutschland Pflicht. Bei Vermietung oder Verkauf haben potenzielle Mieter oder Käufer das Recht, die Vorlage eines Energieausweises vom Eigentümer, Vermieter oder Verkäufer einzufordern. Bei Immobilien- oder Wohnungsbesichtigung muss der Energieausweis vom Verkäufer/Vermieter proaktiv vorgelegt werden.

Seit der Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV), die seit dem 1. Mai 2014 gilt, müssen Verkäufer oder Vermieter den Energie-Effizienzstandard bereits in der Immobilienanzeige nennen.

Der Energieausweis gibt Aufschluss über die Energieeffizienz eines Gebäudes. Für Käufer und Mieter ist er ein wichtiges Dokument, um sich vor Vertragsabschluss einen Überblick über die laufenden Energiekosten zu machen. Ebenso soll er Anreize für Immobilienbesitzer geben, Objekte energetisch zu sanieren.

Generell unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Energieausweisarten. Dem Energieverbrauchsausweis und dem Energiebedarfsausweis. Beide Ausweise können für Wohngebäude und Nichtwohngebäude ausgestellt werden.

Für Wohngebäude gilt folgende Grafik:

Für Nichtwohngebäude gilt die grundsätzliche Wahlfreiheit zwischen beiden Arten, sofern es die vorhandene Datenlage zulässt.

Verbrauchsausweis

  • Praktische Energieeffizienz
  • Tatsächlicher Verbrauch
  • Nutzungsabhängig
  • Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz
  • Kostengünstiger

Bedarfsausweis

  • Theoretische Energieeffizienz „Normverbrauch"
  • Nutzungsunabhängig
  • Einmalige Vor-Ort-Aufnahme
  • Objektspezifische Empfehlungen
  • Kostenintensiver

Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) stellt unterschiedliche Anforderungen an einen Energieausweis für Wohngebäude und Nichtwohngebäude. Für gemischt genutzte Gebäude gilt der §22 EnEV.

Wohngebäude sind nach § 2, Satz 1 der Energieeinsparverordnung (EnEV) Gebäude, „die nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen, einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen sowie ähnlichen Einrichtungen". Hotels oder Krankenhäuser zählen nicht als Wohngebäude. Nichtwohngebäude sind dementsprechend alle Gebäude, die nicht den zuvor genannten Kriterien entsprechen. In den Energieausweis für Nichtwohngebäude fließen mehr Daten als bei Wohngebäuden ein. Das zeigt sich etwa, wenn ein verbrauchsorientierter Energieausweis für beide Gebäudearten erstellt wird.

Der bedarfsorientierte Energieausweis stets die sichere Wahl. Während verbrauchsorientierte Energieausweise an gewisse Voraussetzungen wie einen Mindestdämmstandard und vorhandene Verbrauchszahlen geknüpft sind, ist der bedarfsbasierte Energieausweis immer zulässig.

  • Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet.
  • Er stellt den Energieverbrauch / Energiebedarf pro m² Nutzfläche / Jahr dar.
  • Der Energieausweis dient dazu, den Energieverbrauch / Energiebedarf vor Kauf und Vermietung zu erkennen.
  • Es werden Modernisierungsempfehlungen vermerkt.
  • Der Bedarfs- als auch der Verbrauchsausweis haben jeweils eine Gültigkeit von 10 Jahren.
  • Der Bedarfsausweis weist den Primär- und den Endenergiebedarf aus. Der Verbrauchsausweis hingegen den Primär- und den Endenergieverbrauch.

Ihr Ansprechpartner

Ailko Stürenburg
Wirtsch.-Ing. FB Bauwirtschaft
Projektleitung
Mitarbeiter bei der GBFS mbH und gelernter Schornsteinfeger. Herr Stürenburg hat seine Meisterprüfung im Jahr 2011 erfolgreich abgelegt und durch das anschließende Studium im Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Fachbereich Bauwirtschaft und einer zusätzlichen Weiterbildung im Nichtwohngebäudebereich die Qualifikation zur Erstellung von Energieausweisen in diesem Bereich erworben. E-Mail

Ailko Stürenburg
Wirtsch.-Ing. FB Bauwirtschaft

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Kontaktformular an Wirtsch.-Ing. FB Bauwirtschaft Ailko Stürenburg

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